Claudia denkt: wir Frauen sind immer noch dumm

Da bin ich mal wieder. Nach einer Pause habe ich so manchen Gedanken von mir wieder sortiert, und kann nun zu dem einen oder anderen Frauenthema, im Besonderen den Frauenfallen, meinen Senf dazugeben. Ach ja, wer mich noch nicht kennt…

…nein, hat nicht wirklich die Welt verpennt, aber weiß nicht, dass ich Claudia heiße und seit Jahren genau weiß wovon ich spreche. Und ja, ich denke nachwievor: wir Frauen sind immer noch dumm.

Seit Jahren verfolge ich die Entwicklungen rund um den Globus, die uns Frauen betreffen. Und ehrlich gesagt, hat sich da kaum etwas verändert. Oh, natürlich, entschuldigt, ab kommenden Jahr dürfen Frauen in Saudi-Arabien ja endlich offiziell Autofahren. Welch ein Fortschritt im Jahre 2017. Allerdings sehe ich grundsätzlich keine großartigen Veränderungen, die besonders im Bezug auf die von mir seit Jahren beschriebenen Frauenfallen zu verfolgen wären.

Wir sind immer noch der Harmoniesucht verfallen. Ob privat oder beruflich. Am besten Konflikte vermeiden, lächeln, wenn es einem gar nicht danach ist, alles auf die Schultern nehmen und sich verbiegen wo es nur geht. Hauptsache man hat uns lieb, nicht wahr. So verwundert es mich kaum, dass nachwievor die Mehrfachbelastung Familie-Beruf-Haushalt auf weiblichen Schultern ruht. Auch wenn der eine oder andere Mann es tatsächlich verstanden hat, dass Partnerschaft und Beziehung nur gemeinsam funktioniert und nicht auf Kosten des anderen (Lob muss ja auch mal sein). Wenn ich mir überlege, was wir als Familienmanagerin mit Außerhaus-Beruf so alles leisten, und wie wenig wir in Gegenzug an finanzieller und mündlicher Anerkennung erhalten – da würden wir so manchem Politiker bei seinem Diäten-Bezug in nichts nachstehen. Aber die Realtität zeigt natürlich anderes: weniger Lohn oder Gehalt für die gleiche Tätigkeit wie ein Mann, Hausarbeit und Kinderbetreuung oder Betreuung alter und kranker Familienmitglieder unbezahlt. Und das bei 24/7. Warum ist das so? Weil wir zumeist keine Hilfe oder auch nur Anerkennung einfordern, lieber harmonisch gen Burn-out schlittern. Für die Menschen in unserer näheren Umgebnung natürlich sehr bequem. Zumindest für die meisten.

Versteht mich nicht falsch, ich bin keine militante Feministin. Lediglich eine Frau mit Erfahrung. Und voller Geschichten anderer Frauen, die täglich leiden. Weil sie sich immer zurücknehmen, keinen Streit und es lieber jedem recht machen wollen – außer sich selbst. Das Ende vom Lied: immer mehr Frauen leiden unter depressiven Verstimmungen oder einer ausgewachsenen Depression, haben „Rücken“ oder andere körperliche Beschwerden, für die so mancher Arzt keine organische Erklärung finden kann. Ist es das wert? Und ist das Leben nicht zu kurz, um sich ständig zurückzunehmen, nur damit andere sich gut fühlen? Meiner Meinung nach der falsche Weg. Und ihr werdet es nicht glauben, sogar der eine oder andere Mann findet das Verhalten der Partnerin, Mutter, Kollegin oder gar Chefin untragbar. Lieber wäre es ihnen, wenn Frau mal den Mund aufmacht. Konkret und direkt. Denn kaum ein Mann, oder generell ein anderer Mensch, kann Gedanken lesen. Zumal durchaus auch gerne mal nicht hingehört oder hingesehen wird, weil Mensch eben ziemlich bequem ist. Ergo: redet über das was ihr wollt oder nicht wollt, was euch bewegt, aufregt, krank macht! Denn sonst könnt ihr auch nichts an der Situation ändern…

Falls ihr mich noch nicht kennt oder mal tiefer in das umfangreiche Thema Frauenfallen eintauchen wollt, schaut in meinem Buch „Claudia oder Wege aus der Frauenfalle“ nach. Ich bin sicher, ihr werdet euch in vielem wiedererkennen 🙂

In diesem Sinne bis zum nächsten Mal

Eure Claudia

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