Täterprofil Bier

Ohne die Maß Bier geht auf dem Oktoberfest in München nichts. Auch beim Essen wird Bier sehr gerne als flüssiger Begleiter getrunken. Das Feierabendbier ist bei sehr vielen Menschen schon obligatorisch. Da dürfen es dann auch ruhig mal zwei oder drei sein. Bier als Gesundheitsmittel, zum Haare waschen oder beim Kochen und Backen: der Gerstensaft hat vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Zeit für ein Täterprofil, denn Bier…

…ist auch ein absoluter Fettmacher, Blähbauch-Verursacher und somit ein Täter hinter der Tarnmaske.

Vorweg: ich mag Bier. Ja, durchaus. Schön gekühlt, oft ganz profan direkt aus der Flasche getrunken. Bevorzugt Pils, im Sommer auch ein Radler mit süßer Limonade. Selbst beim Kochen verwende ich den Gerstensaft ab und an als würziges Mittel in Saucen oder zum Marinieren von Fleisch. Soweit so gut. Aber ich sage euch: das Bier ist ein ganz hinterhältiges Getränk! Warum? Das verrate ich euch gleich, zuvor jedoch einen Blick auf die Fakten des Gebräues.

170px-Diebels_in_Altbierglas Ob Alt, Export, Pils oder Mix: Bier ist ein altes Getränk

Schon vor rund 5000 Jahren wurde Bier in China gebraut und auch die Ägypter waren in Sachen Bier schon richtig fit. Und im Mittelalter wurde das Getränk sogar Kindern verabreicht, weil es durch seinen geringen Alkoholgehalt als Sättigungsmittel angesehen wurde. Ob damals schon Koma-Saufen angesagt war, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis. Während einst der Alkoholgehalt im Bier gering war, scheint allerdings der Gesundheitsaspekt nicht zu verachten gewesen zu sein, denn durch das Kochen der Bierwürze war das alkoholische Getränk ziemlich keimfrei. Ein klarer Vorteil gegenüber dem damaligen Trinkwasser, das doch stark verkeimt war.

Bier und seine Nährstoffe – Zwischen Mineralien und Dickmacher

Bier, in fast jeder Form, gilt grundsätzlich als gesundheitsförderndes Getränk. Sofern natürlich in Maßen genossen und nicht täglich exzessiv getrunken. Der Grund findet sich in den Inhaltsstoffen, die doch recht beachtlich sind. So finden wir in einem Liter Vollbier: Kohlenhydrate, Eiweiß, Nikotinsäure (Niacin), Folsäure, Panthotensäure, Phospor, Schwefel, Kalzium, Silicium, Magnesium, Biotin, Vitamin B1, B2 und B6 sowie Kalium, Wasser und natürlich Alkohol. Hinzu kommen Syringasäure, Kaffeesäure, Ferulasäure und Sinapinsäure, die für den Polyphenolgehalt im Bier verantwortlich sind. Diese wiederum gelten als Antioxidantien, die positive Aspekte auf das menschliche Herz-Kreislauf-System aufzeigen können. Natürlich nicht in dem man einen ganzen Kasten Bier am Tag trinkt. Schon klar, oder?!

Bier, egal welcher Art, beinhaltet zudem Östrogene, genannt Phytoöstrogen (weibliche Hormone), die gerade auch bei Männer zu den sogenannten Bier-Titten führen (können). Und zu einem dicken Bauch. Aber auch bei uns Frauen zeigen sich körperliche Auswirkungen, wenn man regelmäßig, und in höheren Dosierungen, das Gerstengebräu zu sich nimmt. Habt ihr gewusst, dass ein hoher, regelmäßiger Bierkonsum bei Männern anscheinend die Libido einschlafen, aber bei uns Frauen sich eine Luststeigerung forcieren lässt? Wobei hier die Frage auftaucht, ob Frau und Mann dann noch Lust empfinden können, wenn die Bierbäuche zart aneinanderstoßen. Denn, je nach Biersorte, weißt das alkoholische Getränk je 100 Gramm bis zu 70 Kalorien auf. Das entspricht bei 3 Bier pro Tag zum Beispiel einer halben Portion leckerer Lasagne, einen Teller voll mit Minestrone, fast ein ganzes Stück Käsekuchen oder auch einem Elsässer Flammkuchen bzw. einem feinen Stück Apfel-Tarte. Ganz schön happig, oder? Immerhin isst und trinkt Mann und Frau ja täglich noch weitaus mehr. Ergo: Kalorien und Zunahme Ahoi! Und ich weiß wovon ich spreche. Ich habe das nämlich mal streng bei mir selbst beobachtet: verzichte ich auf Bier bleibt der Bauch relativ flach (relativ, weil ich derzeit keine Lust für sportliche Aktivitäten, wie etwa Sit-Ups habe) und ich fühle mich weniger aufgeschwemmt. Nachteil: der Busen bleibt kleiner. Umkehrschluss: trinke ich Bier, mehrmals die Woche, trage ich einen tendenziell schwabbeligen Bauch vor mir her, der dann echt nervt, weil optisch ein augentechnisches No-Go-Element für mich. Okay, der Busen ist voller. Aber hier heißt es persönlich abzuwiegen, was einem wichtiger ist. Fakt ist aber: regelmäßiger Bierkonsum macht dick. Von den anderen Auswirkungen gar nicht zu sprechen. Also dann doch lieber im gesundheitlichen Sinne lieber Bier als eine Art Kur einsetzen…

Warum Bier als eine Art Kur mit antibiotischer Wirkung ganz gesund sein kann

Wie ihr zuvor lesen konntet beinhaltet Bier zahlreiche Mineralstoffe, Säuren und Eiweiß (die Kohlenhydrate schieben wir jetzt mal beiseite). Jedes einzelne Element wirkt sich auf unseren Körper aus: Antioxidantien können positiv auf das Herz einwirken (gut gegen einen Herzinfarkt oder Schlaganfall), Silicium ist klasse für das Bindegewebe, die Nägel und Haare. Ebenso natürlich die anderen Mineralien. Ebenfalls ein Fakt, dem ich aus eigener Erfahrung zustimmen kann: feste Fingernägel, kräftigere Haare…durch das Trinken von Bier gefördert. Benutzt ihr Bier als Haarspülung (der Duft verfliegt) bekommen die Haare eine bessere Struktur und glänzen gesund und kräftig auf eurem Haupt. Außerdem kann Bier sogar als natürliches Antibiotika seine Wirkung aufzeigen. Darüber habe ich vor einigen Jahren bereits einen Artikel bei „The Intelligence“ geschrieben: Antibiotika aus der Antike.

Wie dem auch sei: Bier ist lecker, durststillend, ein kleiner Schönmacher, aber eben auch ein Täter in Sachen Gewichtszunahme, Libidoverlust und Abhängigkeitsmacher mit all seinen negativen Auswirkungen. Deshalb gilt auch bei dem Genuss des Gerstensaftes, egal welcher Art, daran zu denken: alles in Maßen und nicht in Massen 🙂

Wie denkt ihr über das heutige Bier-Thema?

Welche Erfahrungen durch den Genuss von Bier konntet ihr selbst machen?

Wie verwendet ihr Bier: nur als Getränk oder auch beim Kochen und Backen?

Lasst mich eure Erfahrungen und Gedanken wissen! 🙂

 

Fotoquelle: wikipedia

 

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