8 starke Heilpilze und einige hilfreiche Rezepte

Herbstzeit ist gerade hierzulande gleichzeitig Pilzzeit. Und auch wenn nicht jeder die „Schwammerln“ mag, beinhalten Champignon und Co nachgewiesenermaßen eine Vielzahl an gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe. Deshalb möchte ich euch heute im Besonderen 8 Heilpilze sowie ein jeweilig passendes Rezept vorstellen. Tipp: unbedingt weiterlesen, denn die gesunden Pilze gibt es bekanntlich auch in Form von Pulver, Kapseln oder Extrakt…

Kürzlich habe ich einen interessanten Bericht gelesen, dessen Inhalt sich um Heilpilze drehte. Ich selber verwende bei verschiedenen Speisen ab und an ebenfalls Pilze, so etwa Champignons oder Kräuterseitlinge. Allerdings hatte ich mich bislang nie näher mit dem Thema Heilpilze auseinandergesetzt und so ist mir bisher doch einiges in Sachen Gesundheit entgangen. Damit es euch nicht ebenso geht, nun die wirkungsvollsten Pilze sowie jeweils ein Rezept, das am besten wirken soll.

Beginnen möchte ich mit dem Champignon, der wohl bevorzugt in der heimischen Küche seinen Einsatz findet und in weiß oder braun erhältlich ist. Diesen kann man sowohl roh als auch gebraten oder gekocht genießen und beinhaltet, laut Studien sogar heilende Kräfte, unter anderem Thiamin, Riboflavin, Niacin, Kalium, Magnesium, Kalzium und das Enzym Tyrosinase. Pilzexperten sehen in diesem Pilz (bot. Agaricus bisporus) einen natürlichen Helfer bei Übergewicht, Bluthochdruck, hohe Blutzuckerwerte, Stillprobleme, Gicht oder auch Verstopfung. Empfohlenes Heilrezept: Wöchentlich 2-3 x jeweils 150 Gramm roh (im Salat) oder gebraten genießen.

Heilpilz Nummer 2 in der Vorstellung ist der Austernpilz bekannt auch als Austern-Seitling. Dieser trägt den botanischen Namen Pleurotus ostreatus und ist vielen sicherlich als Zutat in asiatischen Gerichten geläufig. Als Heilpilz beinhaltet er wichtige B-Vitamine, Phosphor, Folsäure und verdauungsfördernde Ballaststoffe. Seine Anwendung als Heilpilz findet er u.a. bei Mundentzündungen, wie z.B. Aphthen, Infektanfälligkeit, Haarprobleme oder auch zu hohe Triglycerid- und Cholesterinwerte. Ein empfohlenes Heilrezept mit Austernpilze: Täglich etwa 90 Gramm Austernpilz verzehren; gebraten oder lecker paniert.

Ebenfalls zu den Heilpilzen, die besonders auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin ihren Einsatz finden, gehörend ist der Shiitake Pilz (bot. Lentinula edodes). Der an Bäumen wachsende Pilz enthält zum Beispiel Zink, Vitamin D, Lentinan (Immuntherapie) oder auch Eritadenin (Fettstoffwechsel). Hilfreich ist diese Heilpilzsorte bei hormonelle Pickel, Akne, unreine Haut allgemein, Arthrose, Gicht, chronische Müdigkeit, Hautalterung, grippale Infekte, Leberentzündungen oder auch Rheuma. Bei Hautproblemen empfehlen Experten als bestes Heilrezept mit Shiitake: 2 EL feine Heilerde mit 5 Tropfen frischem Zitronensaft sowie 20 g gemahlenes Shiitake Pulver verrühren. Diese Masse mit 250 Gramm Magerquark vermengen und die Masse als Maske auf das Gesicht streichen. 20-30 Minuten einwirken lassen und danach mit lauwarmen Wasser abwaschen.

Ein recht unbekannter Heilpilz, der in Parks, Gärten, am Wegrand oder auch auf Wiesen wächst, ist der Schopftintling (bot. Coprinus comatus). Dieser spezielle Pilz ist höchstens 2 Tage lagerfähig. Danach verflüssigt er den Hut (schwarz-blaue Sporenflüssigkeit). Einst wurde diese Farbe als Tinte benutzt, was auch eine Erklärung für den Namen aufzeigt. Eingesetzt werden kann er bei Bindegewebsschwäche, hohe Blutzuckerwerte, Verstopfung oder Hämorriden. Gesund wird er u.a. durch Inhaltsstoffe wie Threonun, Rohasche, Vitamin C, Kalium, Kalzium oder auch Tryptophan und Valin. Heilrezept Schopftintling: Täglich 100-150 Gramm frische Pilze gewürfelt oder geraspelt mit Lauchzwiebeln, frische Kräuter und Quark verrühren.

Kommen wir zum nächsten Heilpilz, dem Mu-Err-Pilz oder Judasohr (bot. Auricularia auricula-judea). Auch dieser wird viel in der asiatischen Küche verwendet und gilt ebenfalls als natürliches Hilfsmittel bei verschiedenen Beschwerden. Hierunter zählen z.B. Durchblutungsstörungen, Schleimhaut- und Augenentzündungen, Arterienverkalkung, Immunsschwäche oder allgemein ein schwaches Immunssystem. Gesund werden lässt ihn unter anderem Bitamin B6 sowie B12 und ein hoher Beta-Glykan-Gehalt. Empfehlenswertes Rezept Mu-Err-Pilz: in einer Tasse kaltes Wasser und 3 Gramm getrocknetes Judasohr geben, verrühren und am besten über Nacht einweichen lassen. Tags darauf dann alles 1-2 Stunden bei geringer Wärme dünsten, abseihen, mit Honig süßen. Vor dem Schlafengehen 1 Tasse trinken.

Der nächste Heilpilz wird botanisch Armillaria mellea und allgemein Hallimasch oder Honigpilz genannt. Diese Pilzsorte findet sich selten in Gärten, aber in Parks und hier bevorzugt an Laub- und Nadelbäumen. Bezüglich der Inhaltsstoffe zeigt dieser Pilz recht viel, so etwa Mineralsstoffe, Kohlenhydrate, Ballaststoffe oder auch Eiweiße. Als Rezept empfehlen Experten den Heilpilz Hallimasch nur gebraten oder gekocht zu genießen, da er im rohen Zustand schwach giftig ist. Tipp: 150g Hallimasch putzen, waschen, abtupfen und in Scheiben geschnitten auf ein mit Backpapier belegtes Gitterrost legen. Bei 60 Grad Umluft im Backofen für 2 Stunden trocknen, hierbei nach 1 Stunde umdrehen. Abkühlen lassen und fein mahlen. In einer Tasse lauwarmen Schwarztee 1-2 Teelöffel des Pilzpulvers einrühren und bis zu drei Mal täglich genießen. Als Einsatzgebiete nennen die Experten wiederum Bakterielle Infektionen, Schwindel, Nervosität, Magenschleimhautentzündung oder auch Pilzinfektionen (Pilz bekämpft Pilz).

Zum Schluss noch die letzten 2 Pilzsorten, die mit zu den am gesündesten zählen. Zunächst der Reishi oder Lackporling (bot. Ganoderma lucidum). Kennt ihr bestimmt zumindest dem Namen nach, oder?! Der ist die Multiwaffe in Sachen Gesundheit, denn mit etwa 400 bioaktive Substanzen, z.B. Eisen, Kupfer, Germanium, Zink oder Mangan, gilt er als Heilpilz Nr. 1, wenn es um die Empfehlung von Experten geht. Eingesetzt werden kann der Reishi Heilpilz u.a. bei Asthma, Bronchitis oder Abwehrschwäche. Um nur drei der vielfältigen Beschwerden oder Erkrankungen zu nennen, bei denen dieser Pilz gerne heilunterstützend eingesetzt wird. Ein einfaches, jedoch als wirkungsvoll bekanntes Heilrezept: für eine Tagesration 0,5 l kaltes Wasser mit ca. 10 Gramm Reishi-Pulver verrühren. Langsam erwärmen und rund 15 Minuten leicht köcheln lassen. Nach persönlichem Belieben süßen.

Bleibt noch der Maitake oder Klapperschwamm, der den botanischen Namen Grifola frodosa trägt. Auch dieser Pilz, der unter anderem an Laubbäumen, wie etwa der Kastanie, wächst, gilt als gesunder Pilz in der Naturheilkunde. Er beinhaltet zum Beispiel Adenosin, Eisen oder Kupfer und wird gerne bei Stress, hohem Blutdruck, Leberschwäche, Allergien, Neurodermitis oder auch Osteoporose von Heilkundigen empfohlen. Als eines der Heilrezepte Maitake gilt folgende Mixtur: 1 Esslöffel Pilze, fein geraspelt, in eine Tasse geben und mit heißem Wasser übergießen. Anschließend circa 15 Minuten ziehen lassen, folgend abseihen und genießen. Letzteres bis zu 3x täglich.

Übrigens noch ein Hinweis: die meisten Heilpilze gibt es auch als Pulver, Kapseln und Extrakt, sodass auch Pilzgegner von den gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen der Pilze profitieren können!

Natürlich soll dieser Artikel lediglich einen informierenden Hinweis liefern. Bei Beschwerden oder Erkrankungen geht bitte zum Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker und lasst euch dort untersuchen bzw. eingehend beraten!

Welche Erfahrungen konntet ihr bisher mit Heilpilzen machen?

Welchen Pilz bzw. welche Pilze esst ihr gerne? Regelmäßig? Oder verwendet ihr lieber Pulver, Extrakt oder Kapseln?

Info-Quelle: bild der frau; wikipedia.

 

 

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