Rezension Roman: Monsieur Thomas und das Geschenk der Liebe / Goldmann Verlag

Gilles Legardiniers neuestes Buch „Monsieur Thomas und das Geschenk der Liebe“, erschienen im Goldmann Verlag, ist ein wundervoller Roman der Kategorie Komödie mit Tiefgang. Lest hier, was der Arzt Monsieur Thomas Sellac erlebt, als er erfährt, dass in Paris eine ganz besondere junge Frau lebt, von deren Existenz er nicht einmal den Hauch einer Ahnung hatte. Und die sein Leben unbewusst komplett auf den Kopf stellt…

Der Autor Gilles Legardinier, geboren 1965 in Paris, arbeitete viele Jahre lang in der Kinobranche. Sein Hang zur Romantik, in der Kombination mit weisem Denken und Handeln, hat ihm bereits sensationelle Erfolge eingebracht, und er gilt zwischenzeitlich als der meistgelesene Autor in Frankreich. Eine Tatsache, die mich selbst kaum verwundert, denn seine Art zu schreiben ist wirklich einmalig. Die Jongelage zwischen Komödie und Tiefgründigkeit des Lebens beherrscht er hervorragend. Der neueste Beweis seines Könnens: der Roman „Monsieur Thomas und das Geschenk der Liebe“.

2015 erschien die Originalausgabe mit dem französischen Titel „Quelqu’un pour qui trembier“. Die Deutsche Erstveröffentlichung erfolgte, mit einer Übersetzung aus dem Französischen durch Doris Heinemann, im April 2017 im Goldmann Verlag. Sein inzwischen vierter Roman, deren Covergestaltung stets eines gemeinsam haben. Forscht mal ein bisschen! Ich bin gespannt, ob euch auffällt, was ich meine 🙂

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Doch nun zum Roman „Monsieur Thomas und das Geschenk der Liebe“, den ich selbst regelrecht verschlungen habe. Allerdings immer wieder mit viel Nachdenklichkeit behaftet, aber auch mit Lachtränen in der Begleitung. Gilles Legardinier hat ein echtes Talent Lachen und Tränen fast zeitgleich beim Leser heraufzubeschwören. Kein Wunder also, dass er bereits jetzt in mir einen neuen Fan hat .-)

Die Story:

Thomas Sellac ist um die 40 und arbeitet schon seit rund 20 Jahren als Arzt. Doch er praktiziert nicht in einer schicken Praxis. Nein, er hat sich in jungen Jahren dazu entschieden in verschiedenen Kriesengebieten, sprich Kriegsgebieten, dieser Welt seine ärztliche Hilfe in den Dienst der Menschheit zu stellen. Bereits seit einigen Jahren lebt er nun im Bergdorf Ambar/Kaschmir. 8 Jahre schon. In dieser Zeit hat er vieles erlebt, so manche Entbehrungen und Gefahren erfahren müssen, aber auch Freundschaft und Zusammenhalt. Sein Freund und treuer helfender Begleiter im Dorf heißt Kishan. Dieser überbringt dem Arzt eine Nachricht, die dessen Welt derart auf den Kopf stellt, dass nichts mehr so ist wie es war. Monsieur Thomas erfährt, dass er Vater der 20jährigen Emma ist unddiese in Paris lebt. Tausende Fragen gehen ihm durch den Kopf. Auf die meisten weiß er keinerlei Antwort. Was er aber weiß: er muss Emma sehen, sich davon überzeugen, dass sie seine Tochter ist. Auch wenn er keine Ahnung hat wie das ist oder geht ein Vater zu sein…

Thomas entschließt sich Ambar zu verlassen und nach Frankreich zurückzukehren. Er kontaktiert einen alten Freund, in der Hoffnung, dass dieser ihm nach all den Jahren im Ausland vielleicht bei der Suche nach einer Arbeitsstelle in Paris Unterstützung bieten kann. Doch die Stellensuche gestaltet sich schwieriger als gedacht. Eine einzige Stelle in Wohnortnähe seiner Tochter steht zur Auswahl: die Direktorenstelle in einem kleinen, nur 5 Bewohner beherbergenden Seniorenheim. Einschließlich einer Dienstwohnung im Haus. Thomas nimmt die Stelle dankend an, auch wenn die Bezahlung kaum der Rede wert ist. Ab dem Moment des Einzugszugs beginnt nun alles Kopf zu stehen und der Roman kommt so richtig in Fahrt! Kaum verwunderlich bei den herrlich schrägen Charakteren, die der Autor erschaffen hat 🙂

Monsieur Thomas selbst erscheint, dank seiner langen Abwesenheit im Ausland, fast wie ein Neandertaler. So zumindest die Ansicht von Pauline, die als einzige Krankenschwester in dem sonderbaren Altersheim arbeitet. Neben der hingebungsvollen Zuwendung und Arbeit für und mit ihren alten Schützlingen, wuppt sie zudem noch die Erziehung ihres kleinen Sohnes Thèo, der ebenfalls viel Zeit im Seniorenheim verbringt. Das Heim selbst, einst ein Kindergarten, sieht schon schräg aus: schrill-bunte kindgerechte Bemalungen und Dekorationen zieren das Haus. Was aber die Bewohner kaum stört. Überhaupt, die Schützlinge von Thomas und Pauline! Beim Lesen kommt man kaum aus dem Schmunzeln, ja gar Lachen heraus. Jean-Michel, Chantal, Hèlène, Francoise und Francis, so heißen die weiteren Protagonisten in dem flotten Roman von Gilles Legardinier. Jeder von ihnen hat seine Eigenheiten, die für manchen Lacher, aber auch für viel Nachdenklichkeit sorgen. Letzeres über die Liebe, das Leben an sich, Hoffnungen, Angst, Zusammenhalt.

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Emma, Thomas Tochter, indes ahnt nichts von der unmittelbaren Nähe ihres biologischen Vaters. Er will sich zwar nicht zu erkennen geben, aber herausfinden wie seine Tochter so ist, wie sie lebt, was sie liebt und hasst. Die junge Frau, gerade in der Ausbildung zur Krankenschwester, wird von ihm regelrecht beschattet. Heimlich und fast auf Schritt und Tritt. Als er feststellt, dass sie einen Freund namens Romain hat, gehen seine väterlichen Gefühle fast mit ihm durch. Ein Umstand, der ihn äußerst verwirrt, dachte er doch, dass er seine Gefühle für alles und jeden tief verschlossen halten kann. Doch hier hat er die Rechnung ohne Pauline, Thèo, Michael und Attila (ein junger gesanglich begabter Mann, der sich in einem Bunker nebenan versteckt und dort mit seinem Hund Attila für einige Verwirrung sorgt) sowie den Heimbewohnern gemacht! Der Titel „Monsieur Thomas und das Geschenk der Liebe“ wurde wahrlich nicht umsonst von dem Autoren ausgewählt 🙂

Stellt sich nun die Frage für euch: offenbart sich der Arzt Thomas Sellac seiner Tochter Emma? Gibt es ein Happy End in diesem bewegenden und sehr unterhaltsamen Roman? Findet es am besten selbst heraus, indem ihr den Roman zu eurer Lektüre macht!

Mein Fazit zum Roman:

„Monsieur Thomas und das Geschenk der Liebe“ war für mich ein erstes Kennenlernen mit dem französischen Autor Gilles Legardinier. Und wurde dank dessen charmanten, wissenden und äußerst unterhaltsamen Schreibstil zum Impulsgeber, um weitere Bücher von ihm lesen zu wollen. Nichtzuletzt auch durch die hervorragende Übersetzung aus dem Französischen ins Deutsche durch Doris Heinemann. Leicht zu lesen, nachdenklich stimmend und immer wieder die Lachmuskeln anregend, werdet ihr mit diesem Roman gewiss viele kurzweilige Lesestunden sowie so manchen Denkanstoss über das Leben erfahren können. Meine wärmste Empfehlung hat dieser Roman auf jeden Fall!

Das Buch „Monsieur Thomas und das Geschenk der Liebe“, geschrieben von Gilles Legardinier, ist im Goldmann Verlag erschienen, umfasst 445 Seiten, kostet 9,99€ und ist im Buchhandel ebenso erhältlich wie direkt unter folgendem Link: Monsieur Thomas und das Geschenk der Liebe: Roman

Bücher Goldmann Verlag

Autorenseite Gilles Legardiner

 

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