Rezension: Das Lied der Freiheit von Ildefonso Falcones / Penguin Verlag

Historische Romane sind eure bevorzugte Wahl in Sachen Lesen? Ihr begeistert euch für Leidenschaft, Liebe, Freiheit, Flamenco und Spanien? Dann könnte der Roman „Das Lied der Freiheit“, geschrieben von Ildefonso Falcones, eines eurer neuen Lieblingsbücher werden…

Flamenco bedeutet: ein anderer Körper, Seele, Leidenschaften, Gefühle, Triebe und Begierden;

ein anderer Blick auf die Welt, mit großartigem Gespür;

das Los der Erkenntnis, Musik in den Nerven, wilde Unabhängigkeit, Freude voller Tränen, und Schmerz, Leben und Liebe im Schatten;

Hass auf die Routine, auf die Methode, die einen beschneidet;

sich versenken in Gesang, in Wein und in Küsse;

in feine Kunst verwandeln das Leben, voller Launen und Freiheit;

die Ketten der Mittelmäißgkeit nicht gelten lassen;

in allem eine Herausforderung sehen;

sich genießen, sich hingeben, sich spüren, leben!

(Tomàs Borràs „Elegie des Cantaor“)

 

Mit diesen Worten beginnt der historische Roman „Das Lied der Freiheit“ von dem spanischen Erfolgsautor Ildefonso Falcones de Sierra ist verheiratet und arbeitet in Barcelona als Anwalt. Als Vater von vier Kindern konnte mit seinem Debütroman „Die Kathedrale des Meeres“ einen internationalen überwältigenden Erfolg feiern. Der hier vorliegende Roman, bereits 2013 unter dem Originaltitel „La reina descalza“, wurde mit einer Übersetzung aus dem Spanischen ins Deutsche durch Stefanie Karg nun 2017 im Penguin Verlag veröffentlicht.

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„Das Lied der Freiheit“ ist ein opulenter, leidenschaftlicher Roman mit historischem Hintergrund. Entsprechend findet ihr auch den damals vorherrschenden Sprachgebrauch, der auch Wörter wie Zigeuner oder Neger beinhaltet, jedoch von dem Autor aufgrund der Authentizität um 1748 in Sevilla bewusst gewählt wurde. Nur nebenbei bemerkt, falls sich jemand daran „stösst“.

Die Geschichte handelt von der schwarzen Sklavin Caridad, die vom Schicksal stark gebeutelt wurde und nach ihrer Freilassung als Sklavin bei einer Zigeunerfamilie eine Zuflucht findet. Milagros, eine wunderschöne Sängerin, wird zu ihrer Freundin und gemeinsam gelangen sie in die sonnenverbrannten Ebenen von Andalusien. Caridad betritt in der damaligen Königsresidenz eine neue Welt voller Theater und prunkvoller Straßen…

Mein Fazit:

Mit diesem Roman taucht ihr wahrlich in eine alte Welt ein. Eine Welt voller Hass, Leidenschaft, Angst, Verrat, Sehnsucht, Hoffnung, Freundschaft, Magie, Trauer, Schmerz und Freiheit. Als Leser fiebert man mit Caridad mit und fühlt sich, dank der wunderbaren Art des Schreibens von Ildefonso Falcones, um Jahrhunderte zurückversetzt. Man kann den Duft des Lagerfeuers der Zigeuner riechen, den Schmerz der Sklaven auf den Galeeren fühlen, die Leidenschaft von Musik erspüren…somit ein Buch, das einen gefangen nimmt in eine alte, uns unbekannte Welt. Sehr zu empfehlen, und nicht nur für Freunde historischer Romane!

Der Roman „Das Lied der Freiheit“, geschrieben von Ildefonso Falcones, ist im Penguin Verlag erschienen, umfasst 752 Seiten, kostet 10€ und ist im Buchhandel ebenso erhältlich wie auch bequem direkt unter folgendem Link: Das Lied der Freiheit: Roman

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