Reisebericht und Tipps Südfrankreich

Der Urlaub ist vorbei und somit Zeit für einen Reisebericht Südfrankreich, inklusive dem einen oder anderen Tipp in Sachen Ausflüge, Strand oder Einkaufen. Der Bericht beginnt am Bodensee, durchquert die Schweiz und beinhaltet die französischen Ziele Armissan, Narbonne, Narbonne-Plage, Gruissan oder auch Saint-Pierre-la-Mer und Sigean. Und nun auf in das Land, in dem man sprichwörtlich wie Gott in Frankreich leben kann…

Wie ihr vielleicht aus eigener Erfahrung wisst „wer eine Reise unternimmt, hat viel zu erzählen“. Und dem kann ich aus aktuellem Anlass nur beistimmen. Als spontane Familie haben wir vor knapp drei Wochen beschlossen in den Urlaub zu fahren. Überlegungen liefen diesbezüglich in Richtung Kroation, Italien, Spanien oder Südfrankreich. Da wir nur eine Woche Zeit für den Urlaub hatten sollte die Anreise mit dem Auto erfolgen und folglich die Entfernung überschaubar bleiben. Schlussendlich fiel die Entscheidung für Südfrankreich, und hier die Gegend rund um Narbonne im Département Aude in der Region Okzitanien. Da ein Hotel für uns keine Option ist entschieden wir uns für ein Ferienhaus in Armissan. Hierzu mein Tipp für kurzfristige und langfristige Ferienhaus- und Ferienwohnungbuchung: Buchungen Ferienhaus und Ferienwohnung

Auf dieser Webseite findet ihr eine Vielzahl an Ferienhäuser und Ferienwohnungen, so unter anderem auch in Frankreich. Wir hatten das Glück auf unserer Seite und fanden für unseren relativ spontanen Urlaub ein unglaublich schönes, ruhig gelegenes Ferienhaus in Armissan. Die Besitzerin ist eine Deutsche und folglich funktionierte die Kommunikation reibungslos via Mail und Whats App. Trotzallem waren wir bis zu unserer Ankunft skeptisch ob auch alles so war wie auf den Bildern und der Beschreibung angepriesen wurde (sind vor drei Jahren hinsichtlich Ferienhausbuchung mal böse reingefallen!). Eines vorab: alles war perfekt und so wie beschrieben!

Ursprünglich wollten wir am 19. August anreisen, allerdings (wieder mal unsere Spontanität) entschlossen wir uns bereits am 18. August loszufahren. Ohne zu wissen wo wir für eine Nacht mit vier Personen und zwei Hunden übernachten sollten. Ein bisschen Abenteuer kann ja nie schaden 🙂

Morgens um 9 Uhr fuhren wir also aus dem Umkreis Singen/Htwl. los. Die Schweizer Grenze befindet sich lediglich 5km von uns entfernt, so dass die erste Etappe der rund 870km, und folglich das Durchfahren der Schweiz, gleich beginnen konnte. Unser Weg führte uns von Schaffhausen über Zürich, Bern, Lausanne und Genf über die französiche Grenze. Da bekanntlich in der Schweiz das Tempolimit zwischen 80 und 130km liegt solltet ihr für die Fahrt durch die Schweiz schon viel Geduld und Zeit einplanen. Besser für eure Reisekasse und Ärgervermeidung, denn Geschwindigkeitsüberschreitungen werden in der Schweiz ziemlich heftig geahndet.

Nach rund 5 Stunden, inklusive kurze Pausen, begann die zweite Reiseetappe nach Südfrankreich. Der Verkehr hielt sich in Grenzen und so fuhren wir, ebenfalls mit landestypischen Geschwindigkeitsbegrenzungen, gen Süden. Nach weiteren rund 4,5 Stunden Fahrt erreichten wir unsere Zielregion, und da wir zunächst nicht wussten wo hin, entschieden wir uns für ein erstes Erkunden von Armissan, in der Hoffnung dort eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden. Armissan selbst ist ein etwas mehr als 1500 Menschen zählendes Dorf, gehörend zum Arrondissement Narbonne und zum Kanton Les Basses Plaines de l’Aude. Ein bisschen verschlafen zeigt sich der typisch französiche Ort. Beschaulich gelegen zwischen tausenden Weinreben, umrahmt von Pinienwäldern und Weingütern. Die Region selbst ist bekannt für ihren Weinanbau und so verwundern weder die unendlichen Flächen der Weinreben noch die Vielzahl der Winzer. In Armissan fanden wir wie erwartet keine Pension und auch kein Hotel, aber unglaublich hilfsbereite Menschen. Genauer gesagt hilfsbereite Mitarbeiter vom Chateau L‘ Hospitalet Narbonne, Route de Narbonne Plage. Ein äußerst schönes Chateau, inmitten von Weinreben gelegen und leicht über die kleine Bergstraße nach Narbonne-Plage zu erreichen. Leider hatten sie kein Zimmer mehr frei, aber eine Mitarbeiterin der Rezeption telefonierte für uns und fand, mittlerweile abends um 19 Uhr, zwei nebeneinander liegende Zimmer in einem Hotel in Narbonne-Plage, in dem auch Hunde willkommen sind.

Die Fahrt nach Narbonne-Plage war unkompliziert und auch das Hotel de La Clape, 4 rue des Fleurs, war schnell gefunden. Obwohl unsere Französischkenntnisse mehr als mau sind funktionierte die Verständigung reibungslos beim Check-In. Sehr freundlich empfangen, nahmen wir müde, aber glücklich die Schlüssel der Zimmer in Empfang, die im 3. Stock (ohne Fahrstuhl, wichtig mitunter für Menschen mit Gehproblemen) lagen. Die Zimmer selbst waren sehr klein, aber sauber und praktisch ausgestattet. Aber wenn man müde und dankbar ist überhaupt spontan mit zwei kleinen Hunden eine Unterkunft zu finden, dann sind die Größe oder Ausstattung wirklich zweitrangig 🙂 Nach einem kurzen Essen an einem Imbiss-Stand direkt zu Beginn des bld de la mediterranée 11100 narbonne plage, die Einkaufs- und Schlemmermeile schlechthin, versanken wir erschöpft, aber voller Vorfreude auf den Urlaub, in den Schlaf.

Am nächsten Morgen machte ich einen Spaziergang mit den Hunden und kam nach wenigen Minuten an der Strandpromenade Narbonne-Plage an. Dort fand ein Markt statt bei dem ihr nach Herzenslust frisches Gemüse, Obst, Fisch und so manch andere Leckerei, neben Kleidung und weiteren touristischen Angeboten, einkaufen und genießen könnt. Die Preise waren erstaunlich günstig bis moderat, somit wirklich zu empfehlen. Zurück im Hotel frühstückten wir (das Frühstücksbuffet ist dort jedoch sehr übersichtlich), checkten aus und fuhren an den Strand von Gruissan, da wir bis 15 Uhr die Zeit bis zur Übernahme vom Ferienhaus Petit Paradis überbrücken mussten. Nicht so einfach bei heißen Temperaturen und mit zwei kleinen Hunden an Bord. Der Strand in Gruissan ist, so wie fast alle Strände in der Region, unendlich lang, sehr breit und super schön. Sehr zu empfehlen, allerdings solltet ihr beachten, dass mittlerweile Hunde an den Stränden nicht mehr erlaubt sind (wie wir von einem Insider erfahren haben nützen die Einheimischen jedoch die frühen Morgenstunden, um mit ihren Hunden am Strand zu laufen). Leider erwies sich das Meer als sehr kühl (rund 17 Grad), was sich auch den ganzen Urlaub über nicht änderte. Und dann war es so weit: wir konnten ins Ferienhaus Petit Paradis einziehen. Welch ein Traum!

Das Ferienhaus liegt unweit der Weinreben etwas am Rand von Armissan. Für eine Woche konnten wir uns auf 160qm inklusive Pool ausruhen und von dort unsere Ausflüge unternehmen. Insgesamt beinhaltet das sehr schön gerichtete Haus vier Schlafzimmer, ein großzügiges Bad, eine Gäste-Toilette, eine Hauptküche sowie eine Nebenküche/Wirtschaftsraum und ein großes Wohnzimmer. Dazu eine überdachte Terrasse, ein kleiner Pool und entsprechend angrenzende Flächen zum Sonnenbaden, Essen und Grillen. Alles sehr sauber und gepflegt. Die Einrichtung ist praktisch, die Küche mit allem ausgestattet was man braucht, einschließlich Waschmaschine. Top: Hunde sind willkommen und aufgrund der kompletten Umzäunung bzw. umlaufenden Mauer können sich die Vierbeiner frei bewegen, ohne das man befürchten muss, dass sie abhauen könnten.

Bis zu den Wegen zwischen den Weinreben, die sich zum Spazierengehen, Montainbiken oder ähnliche sportliche Aktivitäten bestens eignen, sind es nur wenige Meter. Das Ferienhaus in Armissan ist rundum zu empfehlen (Preise ab 750€ die Woche, bis zu 8 Personen geeignet).

In den folgenden 6 Tagen unternahmen wir Streifzüge durch Narbonne-Plage, Saint-Pierre-la-mer, Gruissan und besuchten das Rèserve Africaine de Sigean. Letzteres ist ein Safaripark in Sigean, etwa 30km von Narbonne-Plage entfernt, in dem man mit dem eigenen Auto durchfahren oder zu Fuß den zoologischen Fußpark erkunden kann. Ehrlich gesagt war der Park für unser eher enttäuschend: gerade in den verschiedenen Wildtiergehegen stauten sich die Autos extrem lange und die „Highlights“ der Tierwelt, wie etwa Bären, Löwen oder auch Nashörner sind hinsichtlich der Anzahl der jeweiligen Tiere sehr gering. Preislich hingegen erweist sich das Reservat als deftig: vier Personen, davon ein Kind, plus ein Park-Guide fast 160€. Unser Fazit: schön angelegter weitläufiger Safaripark, jedoch zu teuer.

Wunderschön, und kostenfrei, hingegen sind die Strände in Südfrankreich. Viel Platz, feiner Sand, kinderfreundliches Gewässer, da sehr langsam tieferwerdendes Meer, sauber und top zum Sonnenbaden, Schwimmen, Surfen oder Fahren von Jet-Ski geeignet.

In Sachen Schlemmen und Einkaufen kann ich euch noch folgende Tipps geben. Tipps, die gerade auch dann interessant sind, wenn ihr euch in einer Ferienwohnung oder in einem Ferienhaus selber verköstigen wollt oder müsst. In Narbonne-Plage findet ihr in der Ortsmitte zum Beispiel die Eisdiele Dolce Lato. Unglaublich viel Auswahl an frischem Eis, neben der beeindruckenden Eistheke zusätzlich Schlemmerträume in Sachen Kuchen und süßen Stückchen. Eine große Kugel Eis bekommt ihr dort ab 2,50€.

Eispracht Narbonne-Plage

Ebenfalls auf dem Boulevard findet ihr natürlich verschiedene Restaurants, Imbissläden sowie Geschäfte mit dem Angebot von frischem Fisch, Fleisch, Kleidung, Tabakwaren, Zeitschriften und ein Spar Marchè. Dieser Supermarkt bietet eine Vielzahl an Lebensmittel, Getränke etc., allerdings ist er recht teuer. Klar, liegt ja auch direkt in Strandnähe und mitten im Touristenschwarm. Für Kleinigkeiten aber durchaus zu empfehlen.

Empfehlenswerter ist es Dinge für den täglichen Bedarf oder zum Kochen/Essen bei einem der vielen kleinen Händler etwas fernab der Touristenmeilen zu kaufen. Oder in einem Intermarchè (großer Supermarkt) oder Casino Marchè. Gerade bei den großen Supermärkten findet ihr auch Tankstellen, die generell recht spärlich in der Region zu finden sind, die deutlich günstiger sind als so manch andere Tankstelle. Zudem findet ihr auch so Geschäfte wie Lidl, aber wir selbst waren nicht dort einkaufen. Beeindruckend war das Angebot eines Intermarchès in Narbonne: Fisch und Meeresfrüchte, Fleisch, Obst, Gemüse, Käse…eine kulinarische Entdecksungsreise, die auch preislich moderat ist.

In St.-Pierre-le-mer gibt es an der Durchfahrtsstraße eine Mini-Tankstelle (perfekt, wenn euch gerade wie uns das Benzin ausgeht 😉 ) sowie einen kleinen Sparmarkt. Letzerer allerdings erwies sich als sehr spärlich bestückt und auch nicht gerade günstig, aber immerhin für den essbaren „Notbedarf“ durchaus praktisch.

Ihr könnt euch vorstellen, dass knapp eine Woche Urlaub natürlich viel zu wenig sind, um alles in der Region anzusehen. Denn in erster Linie wollten wir uns erholen und Sonne tanken. Und das hat wunderbar funktioniert. Südfrankreich ist eine äußerst schöne Urlaubsregion, wo Singles, Familien oder Gruppen viel erleben, genießen und entspannen können. Die Menschen waren sehr freundlich und hilfsbereit, auch wenn nur wenige Deutsch sprechen. Auch mit Englisch kommt man nur bedingt weiter, aber mit viel Augenkontakt, Hände, Füße und Lachen klappt die Kommunikation klasse 🙂

Im Ferienhaus Petit Paradis haben wir uns sehr wohl gefühlt und so manche schöne Erinnerung mit genommen. Allerdings: ohne Auto ist man in Armissan doch etwas aufgeschmissen, denn im Ort selbst gibt es kaum Geschäfte, was bedingt, dass man für den täglichen Bedarf in einem der umliegenden Orte wie beispielsweise Narbonne-Plage (ca. 6km entfernt) einkaufen gehen muss. Aber wer die Ruhe und Nähe zur Natur sucht wird gerade in Armissan fündig. Sehr erholsam, gerade auch, wenn ihr zuhause eher laut und umtriebig wohnt.

Nach einer Woche mussten wir dann Abschied nehmen. Leider. Ich könnte mir vorstellen in der Region Aude dauerhaft zu leben und nachdem das Ziel irgendwann auszuwandern schon lange in unseren Köpfen geistert…wer weiß, was die Zeit noch mit sich bringen wird. Tipp: solltet ihr euch ebenfalls mit dem Gedanken tragen nach Südfrankreich auswandern zu wollen schaut doch mal z.B. in der Facebook Gruppe Auswandern nach Frankreich vorbei 🙂

Zwischenzeitlich sind wir also wieder zuhause. Abschließend zum Reisebericht Südfrankreich muss ich sagen: wir haben uns im Urlaub sehr wohl gefühlt, haben viel gesehen und erlebt und bereits so manch lieben Kontakt mit in die heimischen Gefilde genommen. Fazit: Südfrankreich bietet für jeden Geschmack vielfältige Möglichkeiten, Genuss mit eingeschlossen, und erweist sich gewiss immer wieder als ein lohnenswertes Reiseziel.

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