Stern TV und die Familie Ritter – eine endlose Geschichte

Vor wenigen Tagen kam erneut eine Folge der Sendung Stern TV und obwohl ich anfangs nicht über eine gewisse Story der Sendung schreiben wollte, beschäftigt mich das dort Gesehene so sehr, dass ich nun doch einige Worte darüber verlieren will. Thema: die endlose Geschichte der Neonazi-Familie Ritter aus Köthen…

Eines vorweg: grundsätzlich sind für mich alle Menschen gleich. Auf den zweiten Blick trenne ich für mich persönlich dann erst Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder, wenn ich einen tieferen Einblick in die Geschichte, Herkunft, Denk- und Handlungsweise werfen konnte. Ein sofortiges Schubladendenken ist mir fremd und will ich auch gar nicht haben. Allerdings hat mir ein gewisser Teil von der letzten Stern TV Sendung viel zum Nachdenken gegeben und ehrlich gesagt hat mich der Inhalt auch abgestossen.

Es ging um die berühmt-berüchtigte Neonazi-Familie Ritter aus Köthen. Das Leben derselbigen wird seit annähernd 22 Jahren von Stern TV immer wieder verfolgt und thematisch aufgriffen sowie vorgestellt. Und ich frage mich…ja, was eigentlich. Sind das noch Menschen? Nennt man solch eine Familie asozial? Wie wenig Selbstachtung, Selbsterkenntnis und Menschlichkeit sowie Respekt vor dem Leben, den Gesetzen und überhaupt findet sich in dieser Familie überhaupt noch?

Schon als Kinder waren die vier Brüder kriminell (Berufswunsch: Skinhead) und von dem Gedankengut der Neonazis infiziert…Ergebnis bis heute: Straftaten noch und nöcher, Knastaufenthalte, Suff bis zum Abwinken, Anzeigen, ja, selbst für die Mutter. Arbeiten gehen? Pustekuchen. Aber die Schuld auf andere, bevorzugt auf Ausländer schieben, geht prima. Sich ein einigermaßen normales, selbstachtendes Familienleben aufbauen? Warum auch, klappt ja auch so. Das einer der Brüder, inzwischen 35 Jahre alt, in Bälde am Suff stirbt…ist wohl so, kann Mann oder Frau ja nichts machen. Und Generation zu Generation macht genau das Gleiche so weiter. Ein endloser Kreislauf?

Zu allem Überfluss ziehen in Kürze fast gegenüber auf der anderen Straßenseite Flüchtlinge ein. Und ich stelle mir die Frage: was geschieht dann wohl? Mit Menschen, die ihr Leben eigenständig weggeworfen haben, aber andere mit ihrem Hass verletzen und verfolgen. Die keinen Antrieb dafür haben gut und einigermaßen vernünftig sauber und mit genügend Geld zu leben. Traurig, denn aufregen über solche Familien bringt wirklich nichts. Lediglich mitunter die Prävention, dass nicht noch mehr Familien anderen die Schuld für ihre Unfähigkeit des menschlichen, intelligenten Lebens zu geben und diese zu verletzen…

Weitere Infos zum Thema:

http://www.stern.de/tv/familie-ritter-aus-koethen–ein-kreislauf-aus-verwahrlosung–kriminalitaet-und-gewalt-6778712.html

Ein Gedanke zu “Stern TV und die Familie Ritter – eine endlose Geschichte

  1. Puh…… ich habe tatsächlich Mühe mich zu beherrschen……. ich, selbst mit Migrationshintergrund, finde es menschenunwürdig, Mitglieder einer Gesellschaft, unabhängig von Werten und Normen, einer einfachen Entscheidung über hygienischen Selbstverständlichkeiten anderthalb Jahre entgegen zu trotzen. Deutschland verfolgt die Entwicklung der jungen Generation Ritter bei Chips und Co,von Spannung umgeben, vor dem Fernseher……statt einzuschreiten…..mein Spezialgebiet ist die Begleitung sterbender jungen Erwachsener. Ich wünschte, ich könnte jeden Politiker an der Hand nehmen, die Augen schließen und sie fühlen und sehen lassen, was wirklich wichtig im Leben ist, nur damit sie fühlen könnten was ich sehe…….
    Vollidioten!🤷🏽‍♀️

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