Claudia Teil 15: Frontalübergriff

Ich konnte kaum das aufsteigende Würgen in meinem Hals unterdrücken als ich, beim angestrengten nach vorne gucken, merkte, dass der Boss langsam an mich ran rutschte. Ein kurzer Seitenblick genügte mir, um sehen zu können, dass der Kohlhussel hektische rote Flecken im Gesicht bekommen hatte und der Schweiß schon in kleinen Rinnsalen an seinen Schläfen nach unten lief. Seine Augen zogen mich aus und die Lüsternheit von ihm sprang mir regelrecht entgegen. Just in dem Moment als ich aufstehen wollte, legte er mir seine Hand auf mein rechtes Knie und grinste so richtig dreckig. „Nehmen Sie sofort Ihre Hand da weg!“ zischte ich ihm zu, was ihn aber nicht im geringsten zu interessieren schien. Im Gegenteil, denn nun begann er auch noch an meinem Rocksaum zu spielen!

Obwohl ich diesmal Nylons trug, fühlte ich die dicken, feuchten Finger von ihm an meinem Bein mehr als deutlich. Als ob das nicht genug gewesen wäre, fasste er mich mit seiner linken Hand an der Schulter an und schob gleichzeitig seine Hand auf meinem Knie immer höher. Ich hätte schreien können und tat es nicht, weil meine Stimme vollkommen versagte. Nun schwitzte ich ebenfalls und die folgenden Worte vom Kohlhussel knallten wie Peitschenhiebe in meinen Ohren. „Es steht der Vorwurf des Diebstahls gegen Sie im Raum und angesichts der nicht unerheblichen Summe von einigen Tausend Euros, bleibt mir wohl nichts anderes zu tun als Sie anzuzeigen und umgehend zu kündigen!“. Ich sollte gestohlen haben? Ich, die ihr Leben lang eher noch etwas in eine Kasse legen würde anstatt etwas herauszunehmen? „Sie lügen doch wie gedruckt! Ich verbitte mir solche haltlosen Anschuldigungen und Sie wissen genau, dass kein Wort von dem wahr ist, was Sie mir hier alles sagen!“ Glaubst du den hat das interessiert? Oder das er aufgehört hätte an mir rumzufummeln?

Unbeeindruckt von meinen Worten, hielt er mich, als ich erneut aufstehen wollte, mit der linken Hand an der Schulter fest, klemmte sein Knie vor das meinige und schob unaufhörlich seine Hand weiter unter meinen Rock in Richtung meines Schosses hoch. So eklig! „Wenn Sie nicht sofort damit aufhören, werde ich um Hilfe schreien“, sagte ich zu ihm, was bei dem Kohlhussel einen Lachreiz auslöste und ich somit nicht nur seinen Schweißgeruch ertragen musste, sondern auch noch den Mundgeruch. „Schrei doch, Süße! Die glauben eh doch alle, dass du schon lange auf mich scharf bist und dich weiter auf der Karriereleiter hochschlafen willst! Meinst du, irgendjemand glaubt dir auch nur ein Wort?“ Mir blieb die Spucke weg. Ich sollte auf diesen Widerling scharf sein? Der hatte sie doch nicht mehr alle und abermals wollte ich mit Schwung aufstehen, was er allerdings bemerkte und es erneut durch feste Griffe unterband. Hat dich jemals ein Mann in solch eine Situation gebracht? Dich begrapscht, obwohl du das absolut nicht wolltest? Und falls ja, hast du dich in irgendeiner Form gewehrt? Wie hast du dich dabei gefühlt und was empfindest du heute noch, wenn du daran zurückdenkst?

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